Thailands Steckdosen – brauche ich einen Reiseadapter?

Wenn du schon mal im Ausland warst, dann weißt du, dass die hiesigen Stecker nicht immer mit den Steckdosen in anderen Ländern kompatibel sind. 

Meine Erfahrung aus über 4 Jahren in Thailand zeigt mir, dass du in Thailand meistens keinen eigenen Reiseadapter brauchst. Warum es in manchen Fällen doch sinnvoll sein kann und worauf du noch achten solltest, erfährst du in diesem Artikel!

Brauche ich einen Adapter für Thailand?

Nein, in Thailand brauchst du aus Deutschland und Österreich in den meisten Fällen keinen Reiseadapter. Das liegt daran, dass es in Thailand seit vielen Jahren Universalsteckdosen gibt, die mehrere Steckertypen akzeptieren. 

Diese sind eigentlich überall zu finden. In meinen bisherigen Besuchen in Thailand habe ich deshalb noch nie einen Reiseadapter benötigt.

Einzige Ausnahme: Falls du vorhast, in alten Häusern zu übernachten, die seit etlichen Jahren nicht renoviert wurden, können dort noch alte Steckdosen verbaut sein. Dann kann ein Adapter notwendig sein.

Meine Empfehlung ist dieser günstige Stecker von Brennenstuhl* – oder du kaufst dir einfach einen Adapter vor Ort für wenige Euro.

Für Schweizer: Eine weitere Ausnahme stellt die Schweiz dar. Hier könntest du diesen günstigen Adapter* nutzen, um deine Geräte in Thailand zu nutzen.


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Welchen Steckdosentyp hat Thailand?

Steckdose vom Typ B (Typ A ist ohne das runde Loch für den Erdkontakt)

In Thailand gibt es Steckdosen vom Typ A, B sowie Universalsteckdosen. [1] Deutsche Geräte können dabei nur mit den Universalsteckdosen genutzt werden. 

Insgesamt ist in Thailand aber eine große Bandbreite an Steckertypen im Einsatz: A, B, C, E, F und O.

Zum Vergleich: In Deutschland ist Steckertyp F am geläufigsten (der Schukostecker), manche Stecker sind auch vom Typ C ohne Schutzkontakte.

Neuer universal Steckdosentyp

Wenn du eine Sache bei den Thailändern erkennen wirst, dann ist es neben dem Lächeln der Pragmatismus. Und so wurde vor vielen Jahren ein Universalsteckdosentyp eingeführt, der Stecker verschiedener Varianten akzeptiert. [2]

Dadurch können sowohl Geräte aus den USA, die Steckertypen A und B nutzen, sowie europäische Geräte, bei denen vor allem Steckertyp C verbreitet ist, ohne Adapter an den vorhandenen Steckdosen genutzt werden.

Netzspannung und -frequenz in Thailand

Die Netzspannung in Thailand beträgt 220 V AC (Wechselstrom) und die Netzfrequenz liegt bei 50 Hz. Das ist ähnlich wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo die Netzspannung 230 V und die Netzfrequenz 50 Hz beträgt.

Demzufolge kannst du deine Geräte in dieser Hinsicht ganz einfach im Thailandurlaub nutzen und brauchst keinen Spannungswandler mitzunehmen. 

Die witzige Geschichte der Steckdosen in Thailand

Eine Geschichte über Steckdosen? Hört sich langweilig an, ist aber sehr amüsant. 

In Thailand waren früher besonders Typ A und B, gemäß dem amerikanischen Vorbild, sehr verbreitet. Aus Sicherheitsaspekten war das aber nicht die beste Wahl, schließlich sind Geräte aus den USA für eine Spannung von 110 – 120 Volt ausgelegt, in Thailand herrschen aber 220 Volt.

Handelt es sich also um ein Gerät ohne Doppelspannung (nutzbar bei beiden Spannungen), kommt es bei der Nutzung bei 220 V zu Schäden. Oder teilweise fangen die Stecker an zu brennen.

Geräte mit geringer Leistung sind meist auf Doppelspannung ausgelegt (Laptops, Ladegeräte fürs Handy etc.), aber Geräte mit einem hohen Verbrauch wie Waschmaschinen oder Fernseher nicht. 

Was nicht passt, wird passend gemacht

Deshalb importierte man Geräte aus Europa. Dort gab es eine ähnliche Netzspannung, die Steckertypen waren allerdings E oder F. So wurden diese Stecker der eigentliche Standard, wodurch man andere Steckdosen brauchte und sich die Universalsteckdosen entwickelten.

Nur weil etwas passt, heißt das nicht, dass es auch dafür ausgelegt ist. Bei einem Stecker des Typs F hast du die Schutzkontakte oben und unten, welche perfekt in die Erdkontakte der Steckdose greifen.

Bei einer thailändischen Universalsteckdose sind diese Erdkontakte allerdings nicht an der gleichen Stelle. Stattdessen ist dafür ein drittes Loch vorgesehen, wie beim Steckertyp B.

Stecker Typ E/F und Typ C

Da dieses Vorgehen gefährlich war, sprach Thailand daraufhin ein Verbot für den Verkauf von Geräten mit Steckertyp E & F aus und führte einen neuen Steckertyp ein. Typ O mit drei Pins war ab sofort der neue offizielle Standard in Thailand. [3]

Da es heutzutage aber noch viele alte Geräte mit Steckern E & F gibt, existieren die Typ O Steckdosen nur in der Theorie. In der Praxis sind fast alle Steckdosen weiterhin die Universalsteckdosen.

Funfact: Mild meinte, als früher die neuen Stecker eingeführt wurden, waren in den Häusern teilweise nur die Universalsteckdosen für Typ A & C ohne das Loch oben vorhanden. Deshalb hat man den Pin für den Schutzkontakt einfach abgebrochen.

Gefahren durch Steckdosen

Wie bereits erwähnt, sind der Großteil der Steckdosen in Thailand Universalsteckdosen, in die die deutschen Stecker ohne Probleme passen. Dabei ergeben sich allerdings zwei Probleme, die ich häufig beobachte:

Ausgeleierte Steckdosen 

Manche Steckdosen sind regelrecht ausgeleiert und wenn du einen Stecker mit Trafonetzteil hast (die klobigen Dinger), dann fallen sie möglicherweise raus. Abhilfe dagegen schafft eine Mehrfachsteckdose* – generell eine gute Idee bei Auslandsreisen.

Fehlender Schutzkontakt

Da die Stecker aus Deutschland den Schutzkontakt nicht als extra Pin, sondern an der Seite haben, funktioniert die Erdung nicht. 

Hast du ein Gerät mit Metallgehäuse, welches durch einen Fehler unter Strom steht, wird dieser Strom nicht abgeleitet, sondern du kannst einen Schlag bekommen.

Um nun bei Geräten trotzdem eine Verbindung mit dem Erdkontakt herzustellen, gibt es spezielle Adapter. Diese haben einen zusätzlichen Pin für das dritte Loch und werden einfach auf den Stecker von Typ E oder F raufgesteckt. 

Der Adapter von Brennenstuhl funktioniert allerdings auch, da er einen Erdkontakt wie beim amerikanischen Steckdosentyp B hat.

Lebensgefahr durch blanke Pins

Die Universalsteckdosen haben keine Vertiefung, in die der Stecker eingelassen wird. Das kann zu Problemen führen, denn wenn man den Stecker halb aus der Steckdose zieht, liegen die blanken Kontakte frei und tragen Spannung. Hier besteht Lebensgefahr. 

Manche Stecker haben einen erhöhten Berührungsschutz und sind teilweise legiert, sodass die erste Hälfte der Pins keinen Strom leitet. 

In einem normalen Urlaub sollte dieser Punkt keine Probleme bereiten, doch mit einem Kleinkind eventuell zu beachten.

Fazit: Brauche ich in Thailand einen Steckdosen Adapter?

Um in Thailand deine Geräte zu benutzen, brauchst du in der Regel keinen Adapter. Die Universalsteckdosen sind weit verbreitet und akzeptieren auch hiesige Stecker. Einzig, falls du in sehr alten Gebäuden übernachtest, ist unter Umständen ein Adapter* notwendig.

Des Weiteren kann ein Adapter für den Schukostecker sinnvoll sein. Das ist allerdings vorwiegend dann der Fall, wenn du Elektrogeräte aus Deutschland importierst – also eher bei Leuten, die nach Thailand auswandern.

FAQ

Ist die thailändische Steckdose so sicher wie die deutsche?

Nein, die aktuellen thailändischen Steckdosen sind nicht so sicher wie die deutschen. Bei den deutschen fährt der Stecker vollständig in die Steckdose und deren Schutzkontakte ein. Bei der thailändischen Funktion funktionieren die deutschen Schutzkontakte nicht und beim Rausziehen liegen die Kontakte frei.

Benötige ich einen Spannungswandler für Thailand?

Nein, in Thailand benötigst du keinen Spannungswandler. Da in Thailand 220 V Netzspannung herrschen und in Deutschland 230 V, sind beide Systeme kompatibel.

Ist die Steckdose in Thailand gleich wie in den USA?

Früher wurden in Thailand primär Steckdosen vom Typ A und B verbaut, wie in den USA. Heutzutage gibt es Universalsteckdosen, die zwar weiterhin die amerikanischen Typen akzeptieren, allerdings auch andere Stecker wie C, E und F.

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